Rammstein „Made In Germany“ Tour am 22.11.11 Olympiahalle München

Ab gings gen Olympiahalle um nach vielen Jahren mal wieder RAMMSTEIN zu sehen.

Das Parkhaus am Olympiapark war schon dicht, Auto in ner Seitenstrasse abgeparkt und trotzdem 5 € gelöhnt. Egal.

Schleunigen Fusses liefen wir zum Treffpunkt Olympia-Schwimmhalle. Fast pünktlich waren wir dann da. Kutte war schon anwesend, von Tina, Söhnchen + Kollege noch nichts zu sehen. Korbine & ich gingen schon rein und verabredeten uns für später mit den anderen. Einlass verlief sehr zügig, trotz personalisierten Karten und Ausweiskontrolle. Karten wurden nicht abgerissen, nur gescannt.

Wir wollten erstmal unsere Sitzplätze begutachten. Auf den Weg dahin schrie jemand von oben: „Stelze“. Da waren Nena & Jürgen. Erstmal hin und freudig begrüßt. Sie hatten Stehplatz Umgriff, was bekanntlich Scheißplätze ganz oben sind. Nach kurzem Hallo gingen wir weiter.

Die Sitzplätze waren ganz okay, aber ich wollte in die Arena. Wir gingen zurück und holten erstmal 2 Bier (in Rammstein-Bechern). Dann zu den anderen die inzwischen auch da waren. Kutte verabschiedete sich, er hatte andere Sitzplätze mit Torschten.

Tina pfiff die Lunge, aber Raucherbereich war nicht. In einem stillen Eckchen hat sie dann fix eine durchgezogen.

So… Jetzt war wieder Trick 17 an der Reihe. Tina, Sven & ihr Kollege gingen schon mal in den Innenraum, abchecken wie die Kontrolle da heut ablief. Nur vorzeigen, so wie immer… gut.

Tinas Kollege kam dann mit den Arena-Karten der beiden anderen raus. Übergabe und sicherheitshalber an einem anderen Zugang in die Arena begeben. Yeeaah., man war drin🙂

Dann begann schon bald die Vorgruppe Deathstars. Ich kannte sie ja schon. Waren ganz gut als Einheizer, zumindest gibt es schlechtere. Sagen wir mal ne Mischung aus Clawfinger, Sisters of Mercy, End of Green und Cradle of Filth.🙂

Die waren dann auch schnell vorbei und der Abend konnte beginnen.

Kurz nach 21 Uhr war es dann soweit. Das Licht ging aus, die Massen tobten. Vom Dach der Olympiahalle senkte sich zum Intro mit Scheppern, Zischen, Quietschen und Krachen ein riesiger, stählerner Laufsteg. Dieser verband ein Podest in der Mitte der Halle und die monumentale, riesige Hauptbühne. Von der Seite kamen RAMMSTEIN auf das Podest, ausgestattet mit Fackel und Fahnen (Rammstein-Fahne und die weiss-blaue Bayernfahne). Die Halle kochte. Einzeln ging jeder auf die Bühne und nahm dort Aufstellung.

Es ging los mit „Sonne“ und sofort war wortwörtlich Feuer unterm Dach. Es folgte das brachiale „Wollt ihr das Bett in Flammen sehen?“ und Till Lindemann stand das erste mal in Flammen. Aus seinen Händen sprühten die Funken..🙂

Bei „Asche zu Asche“ änderte sich das Bühnenbild und sah aus wie riesige feuerrote Waben. Bei „Feuer frei“ dann als würden diese glühen. Saugeil.

Es wurde gezündelt und geböllert was das Zeug hält, eine einzigartige Pyro-Show der Superlative. Mal brannten Instrumente, mal der Mikroständer, wurde Feuer gespuckt oder es rieselten die Funken auf Herrn Lindemann.

Dann kam „Mein Teil“. Till, mit blutverschmierter Kochschürze und Kochmütze ausgestattet schob einen riesen Topf auf die Bühne. Sein Mikrofon war ein riesiges Messer. In dem Topf war der Keyborder Flake. Der Topf samt Flake wurden dann mit einem Mega-Flammenwerfer gegrillt.🙂

Brennend wankte dieser dann von der Bühne um sich sogleich in ein Schlauchboot zu begeben und seine Crowdsurfing-Fahrt über das Menschenmeer zu beginnen.

Dann senkte sich wieder der Laufsteg. Die Band kroch aneinandergekettet, sado-maso-mäßig von ihrem Peiniger gepeitscht und getreten Richtung Podest in der Hallenmitte.

Zu „Bück dich“ onanierte Hr. Lindemann voll Wohllust stöhnend in die Menge🙂 Natürlich war das „Fleischgewehr“ nicht echt.😉

Pünktlich zum letzten Akkord von „Mann gegen Mann“ setzte der Laufsteg oder sagen wir mal die Brücke wieder auf und die Band ging einzeln zurück zur Hauptbühne und ließ sich feiern.

Bei „Ohne dich“ war es an der Zeit die Feuerzeuge raus zu holen.

Rammstein verließ die Bühne. „Zugabe, Zugabe“ aus tausenden Kehlen.

Sie ließen sich nicht lange bitte und es ging weiter mit „Amerika“ und „Ich will“, wieder mit genialen Bühnenbild. Ein monströser Ventilator senkte sich. Spitzen Licht-, Nebel und Glitzereffekte rundeten den optischen Augenschmaus perfekt ab. Einfach der Hammer! Die ganze Halle sang die Ohrwürmer lauthals mit, sehr gute Stimmung wenn auch sehr viel Event-Publikum da war.

Noch einmal verließen RAMMSTEIN die Bühne um mit den letzten beiden Zugaben zum krönenden Abschluss zu kommen. Das Tor in der Mitte der Bühne öffnete sich und Till kam mit großen Engelflügeln heraus. Dies konnte nur ein „Engel“ sein. Die Flügel breiteten sich aus und begannen dann (wie kann anders) sein Feuer zu spucken und zu brennen.

Als letztes Lied kam „Pussy“ und Till spritze mit einem überdimensionalen Penis in die Menge. Zum Glück war das nur Schaum und nicht die Flüssigkeit die nach ner Weile rubbeln kommt🙂

Fazit: Nach 10 Jahren hat die Band an Show und Professionalität doch noch gewaltig draufgepackt. Weltweiter Exportschlager „Made in Germany“ #1… Mehr ist nicht zu sagen.

Fotos

Setlist:

01. Sonne

02. Wollt ihr das Bett in Flammen sehen?

03. Keine Lust

04. Sehnsucht

05. Asche zu Asche

06. Feuer frei

07. Mutter

08. Mein Teil

09. Du riechst so gut

10. Links 2 3 4

11. Du hast

12. Haifisch

13. Bück dich

14. Mann gegen Mann

15. Ohne dich

16. Mein Herz brennt

17. Amerika

18. Ich will

19. Engel

20. Pussy

Veröffentlicht unter Musik | 1 Kommentar

Iron Maiden – The Final Frontier World Tour am 31.05.11 Olympiahalle München

Lang hatte man drauf gewartet. Lang war man nicht mehr in der Olympiahalle und lang hat man schon nicht mehr Iron Maiden gesehen. Doch heute war es endlich soweit. Die Karte hatte ich mir vorsorglich schon vor Monaten gekauft. Wollte ja nicht vor verschlossen Toren stehen. Zu dem Zeitpunkt waren aber schon alle Arena-Karten weg. Doch dies sollte kein Hindernis sein.😉

Gegen 18 Uhr ins Auto und ab gings Richtung Olyhalle. Schön in den Stau auf dem mittleren Ring eingereiht. Ich hatte heute keine Lust großartig Parkplatz zu suchen und zog es vor die Bezahlvariante am Eisstadion zu wählen.

Seit langem war ich mal wieder ganz alleine am Start (was mir aber relative Latte war) da die Leute entweder verhindert waren oder es ihnen zu teuer war. Hallo – Das ist MAIDEN! Das ist nicht HSB, Sepultura, Riger oder Korn. Ich fand den Preis von knapp unter 60€ angemessen.

Also die Kiste abgeparkt. Es schüttete gerade wie aus Eimern. Ich latschte dann hoch und ging gleich zum Merch-Stand. Feine Teile hatte die da. 30€ wollte ich aber dann doch nicht ausgeben. Rein in die gute Stube und doch schon die ersten bekannten Gesichter gesehen. Die Security-Helga winkte mich gleich durch. „Der hat nüscht“ meinte sie zu ihrem Kollegen.

Und wie fast immer stand da auch der (Flyer-)Mischi. Die Halle ist ja nun nicht gerade klein und hat 1000 Eingänge, doch ich lief eben genau den beiden über den Weg.🙂

Zum Bierstand das erste Blonde gekauft und etwas umgeschaut. Gleich mal meinen eigentlichen Platz in O4 begutachtet. Doch ich hatte anderes vor. Ich musste unbedingt in die Arena. Irgendwie musste das doch klappen. Ich ging also direkt runter Richtung Eingang Innenraum. Dort standen 3 Securitys. Doch es gibt ja Mittel und Wege und die heißen in dem Fall: Einer kommt mit 2 Arena-Karten raus und 2 gehen rein.😉

Es war noch Zeit und ich trank dort noch 2 Weißbier. Ich hoffte das mir dort noch jemand Bekanntes über den Weg läuft. Ansonsten hätte ich dann irgend jemand angelabert.

Doch siehe da. „Den kennste doch“. Jeniger welcher (Name ist mir momentan entfallen – ne Backstage-Bekanntschaft sozusagen) kam direkt auf mich zu und ich fragte ihn gleich ob er noch jemand da unten kennt. Er sagte: „Wegen rein kommen? Ja, kein Problem. In 3 Minuten bin ich wieder da“ Wie geil. Plötzlich war ich in der Arena!!!

Mensch, so schön nah an der Bühne und keine 200m weg. Schätz mal so Reihe 10 fand ich noch ein schönes Plätzchen. Auch dort sah ich noch einige bekannte Gesichter u. a. einige von den „Free Key Bit Chess“. Es war ziemlich heiß und meine Sorge mit dem Pinkeln gehen ohne Innenraum-Karte hatte sich somit erledigt. Ich schwitzte einfach sämtliche Flüssigkeiten wieder raus.🙂 Die Halle füllte sich so langsam.

Vorn begann der Support-Act „Rise to Remain“, die Band von Bruce Dickinson-Sohn Austin. Metalcore-Gedöns, eher unpassend, aber was tut man nicht alles für die Familie. Naja, mich störte es nicht. Kenn ja das Gehabe, Style, Gebolze usw. von sämtlichen anderen MC-Bands. Immer der gleiche Scheiß🙂 War dann doch froh als die ihren Stiefel runtergespielt hatten. So rückte Maiden langsam näher.

Pünktlich 21 Uhr war es dann soweit. Das lange Intro zu „Satellite 15… The Final Frontiers“ leutete ein unvergessliches Konzert ein. Bruce war in Topform und sprang über die Bühne wie ein junger Hüpfer. Die alten Herren waren allesamt gut drauf. Ihnen war eine dermaßene Spielfreude anzusehen. Das Grinsen ging denen gar nicht mehr aus den Gesichtern.

Es folgte eine Setlist vom Allerfeinsten. Darunter 5 Songs vom neuen wirklich gelungen Album „The Final Frontier“ und natürlich viele uralte Gassenhauer wie „2 Minutes to Midnight“, „Fear of the Dark“ oder „Number of the Beast“. Gänsehaut pur. Der Sound war spitzenmäßig und die Olyhalle vom ersten Lied an am kochen und ausrasten. 13000 in Ekstase. Das Publikum gemischt von jung bis uralt, auch auffällig viele Mädels.

Die Bühnenbilder wechselten von Lied zu Lied und waren einfach nur geil (siehe Fotos).

Eddie ließ sich auch wie immer sehen. Links und rechts von der Bühne waren Podeste. Bruce rannte nicht selten von links nach rechts oder umgekehrt und sang auf den Podesten. Das rechte war genau vor mir. Janick Gers zauberte auch zumeist direkt vor mir mit seine Klampfe. Was der mit dem Ding veranstaltete, unglaublich. Schmiss sie in die Luft oder ließ sie um seinen Körper kreisen und spielte natürlich währenddessen! Genial…

Die ganze Halle war am mitsingen und toben. Hit folgte auf Hit.

Viel zu schnell waren dann auch die 3 Zugaben vorbei. Am Schluß bei „Running Free“ stellte Bruce Dickinson noch die Band vor und jeder einzelne bekam seinen Sonderapplaus.

Zum Monty Python-Song “Always Look on the Bright Side of Life” leerte sich die Halle.

Durchnässt aber glücklich machte ich mich auf den Heimweg.

Ach wenn doch schon das nächste Iron Maiden Konzert wäre…

Fazit: Ganz sicher mein Konzert des Jahres!

Fotos

Setlist:
Satellite 15… The Final Frontier
El Dorado
2 Minutes To Midnight
The Talisman
Coming Home
Dance Of Death
The Trooper
The Wicker Man
Blood Brothers
When The Wild Wind Blows
The Evil That Men Do
Fear Of The Dark
Iron Maiden
The Number Of The Beast
Hallowed Be Thy Name
Running Free
Veröffentlicht unter Musik | 2 Kommentare

In Extremo Sterneneisen Tour am 13.04.11 im Zenith

Da ich die letzten 2 In Extremo-Konzerte in München weggelassen hatte war es wieder mal Zeit bei der Creme des Folk/Mittelter-Rock vorbei zu schauen. Da ist auch eigentlich immer die Korbine dabei, nur diesmal leider nicht. Sie war durch Doppeldienst verhindert und wirklich richtig stinkig, gar traurig darüber.

Nun ja, musste ich eben mit dem Sturmi vorlieb nehmen.🙂

Neu-Konzert-Begleiter Timser wollte heute nicht, was er aber bereits abends vor der Kiste und angesichts unserer Erzählungen und super Fotos am nächsten Tag erst recht bitter bereute.

Harry & Krücke sollen auch da gewesen sein, sind mir aber heute nicht über den Weg gelaufen.

Der Einlass vorm ungeliebten Zenith verzögerte sich bei ungemütlichen Wetter, nahm es doch die (neue?) Security sehr genau.

Gleich am Eingang drückte uns wie gewohnt der Michi seine Flyer in die Hand. Auch die Dezbah erwartete uns bereits dort. Paar Worte gewechselt und dann gleich links vor die Bühne, 3. Reihe.

Ich holte gleich mal die erste Runde des abscheulichen Zenith-Ekel-Bieres. Naja, nach dem 3. geht’s dann.🙂

Als Support mit auf Tour keine geringeren als die Irish Folk-Rocker Fiddler’s Green aus Erlangen. Das freute mich ganz besonders. Diese legten auch gleich los wie die Feuerwehr. Sofort war Stimmung in der Halle. Alles war am hüpfen und am tanzen. Da musste man einfach nur mitmachen.

Dann wurde es dunkel. Erst Geiger, dann Trommler und dann noch einer der Herren kamen mit LED-beleuchteten Instrumenten – Fidel, Bogen, große Trommel und anderen Zeugs auf die Bühne und zogen eine Show der ganz besonderen Art ab.

Lustig war auch ihre „Wall of Folks“, als jedes Mal beim Refrain (im Gegensatz zur Wall of Death eher zärtlich) tanzend die Seiten gewechselt wurden.

Die Fiddlers waren ein super würdiger Einheizer. Gute Wahl, In Ex!

In Extremo hatten gerade ein neues Album raus gebracht. Man war gespannt.

Auf dem Vorhang, gleichzeitig Leinwand flog zuerst der alte Doppeldecker vom neuen Sterneneisen-Cover ein paar Runden, dann erleuchtete das Sterneneisen – ein siebenzackiger Stern und zu guter Letzt sah man die 7 im alten Piloten-Gewand.

*BUUMMM* Mit einem lauten Knall fiel der Vorhang und eine neues, gigantisches Bühnenbild kam zum Vorschein. Die erste Single „Zigeunerskat“ ertönte. Das letzte Einhorn & seine Mannen hatten das sehr gut gefüllte Zenith schnell in der Hand.

In Extremo für eine Pyro-Show vom Feinsten bekannt, ließen es auch heute wieder mächtig krachen.

Es folgten viele Lieder vom neuen Album, aber auch die ganz alten Sachen. Die Mischung passte. Natürlich können bei der Masse an guten Liedern nie alle Wünsche erfüllt werden. Dazu müssten sie wohl 5 Stunden spielen.

Mischa sagte: „München ist immer wieder eine Reise wert… und das meinen wir ernst“.

In Extremo, in jeder Hinsicht für ihre Kreativität bekannt, hatten sie sich wieder einiges einfallen lassen. Man sah neue Instrumente, wie z.B. das Sterneneisen auf dem Dr. Pymonte klimperte, oder eine Art Alphorn auf dem er blies, natürlich Marke Eigenbau.

Bei „Spielmannsfluch“ regnete es Blut und bei „Gold“ gab es einen Goldregen.

Die ganze Truppe versprühte riesen Spielfreude und legte einen perfekten, hochprofessionellen Gig hin.

Viel zu schnell war das Hammer-Konzert wieder vorbei.

Wir ließen uns Zeit, insofern das im Zenith möglich ist. Dort wird man doch immer recht schnell rausgefegt. Nur Dezbah musste schnell weg um noch ihren letzten Zug zum Chiemsee zu erwischen.

Hinten beim Fiddlers-Merch-Stand war die ganze Band, schrieb Autogramme und machte Fotos mit ihren Fans.

Wir gingen nochmal Richtung Bühne. Dort war eine große Menschen-Traube. Das gabs doch nicht!

Dort war wirklich Micha, das letzte Einhorn mitten unter den Fans.

*Schwupps*, hatte ich ein Autogramm auf meiner Karte. Doch damit nicht genug. Sturmi drängelte sich in seiner ganz bescheidenen Art von hinten direkt zu Micha durch.🙂

Die kleinen Mädels und Bübelis waren da kein großes Hindernis Ich roch den Braten und sah zu das ich hinterher kam. Sturmi sagte zu Micha mal wieder was von „Dort, dein größter Fan“.🙂

So kam es zum Schnappschuss des Abends: Stelze & Micha!

Danke Sturmi.

Die Korbine als wirklich GRÖSSTER Fan ist fast durchgedreht als sie’s gesehen hat…

Fotos

Setlist In Extremo  
* Sterneneisen 
* Frei zu sein 
* Liam 
* Erdbeermund 
* Zigeunerskat 
* Vollmond 
* Unsichtbar 
* Herr Mannelig 
* Horizont 
* Zauberspruch VII 
* Siehst du das Licht 
* Stalker 
* In diesem Licht 
* Hol die Sterne 
* Spielmannsfluch 
* Küss mich 
* Viva La Vida 
* Sängerkrieg 
* Aufs Leben 
* Gold 
* Mein rasend Herz 
* Omnia Sol Tempera
Veröffentlicht unter Musik | 1 Kommentar

European Killfest Tour am 10.03.11 im Komma in Wörgl (Tirol)

Was für ein Billing. Man kann auch Thrashfest II dazu sagen.

Mein Neu-Ständig-Konzert-Begleiter Timser war seit Tagen nervös wie ein junges Rennpferd. Ruhig Brauner🙂

Treffpunkt mit unseren Mitfahrerinnen Martina und Dezbah war kurz nach 16 Uhr am S-Bahnhof Karlsfeld.

Es hatten auch beide geschafft in die richtige S-Bahn einzusteigen, nur das Martina sich erstmal komplett im Bahnhof Karlsfeld verlief. Falscher Ausgang und falsche Richtung, es lief so ziemlich alles falsch was falsch laufen konnte. Nach einigen Telefonaten und einem längeren Spaziergang durch Karlsfeld ihrerseits kam sie dann endlich um die Ecke.

Ich heute aktiver Beifahrer hatte schon das erste Augustiner leer. Auf gings auf die Autobahn gen Österreich. Schon traurig das so ein Wahnsinns-Paket nicht in München aufspielt. Naja, die knapp über 100km nehm ich dafür auch unter der Woche in Kauf.

Problemlos düsten wir über die Autobahn bis Kiefersfelden. Dort runter und rüber über die Grenze, die letzten Kilometer mautfrei über Landstraße.

In Wörgl angekommen suchten wir uns erstmal einen Ösi-Aldi (Hofer heißt es da) um uns mit Festival-Bier, natürlich pfandfrei für die neue Saison einzudecken. Dann noch im McD zu Abend gespeist.

Flugs durchgefragt und die Kiste beim Bahnhof abgestellt. Nach kurzen Fußmarsch durch die City war man am „Komma“.

Die Mädels reihten sich in die Schlange ein um unsere vorbestellten Tickets in Empfang zu nehmen. Dort ließ sich auch schon mal Destruction-Frontmann Schmier blicken.

Wir gingen rein. Der Konzertbereich war oben. Von dort kamen schon Klänge. Díe Opener „After All“ spielten also bereits. Wir gingen hoch und inspizierten erstmal die Örtlichkeit. Nicht schlecht der Schuppen, breit & kurz und irgendwie gemütlich, jetzt aber fast noch leer.

Wir gingen noch mal runter – Bier, Rauchen, Jacke. Doch Jacke war nicht. Ein paar unbewachte Kleiderbügel im Keller waren dann doch nicht so vertrauenswürdig.

Rosenheims Greatest Thrasher Andi und Sebastian tauchten auf. Andi gings die ganze Woche dreckig, aber dieses Konzert wollte er sich natürlich nicht entgehen lassen.

Nun gut. „After“ All hatten inzwischen ihren Set beendet. Davon hatten wir also so gut wie gar nichts mitbekommen.

Die nächste Band war „Heathen“ aus San Fransisco. Mir gefallen die saugut und ich freute mich auf sie. Der Saal jetzt schon recht gut gefüllt. Nur 4 Lieder durften sie zum besten geben, allerdings lange Lieder, u.a. mit dem 11-Minuten-Meisterwerk: „No Stone Unturned“. Die beiden Gitarristen Lee Altus (auch bei Exodus) und Kragen Lum sind schlichtweg genial.

Destruction – Ur-Götter aus dem deutschen Thrash-Dreigestirn (+Kreator & Sodom) und so nah muss man denen erst mal kommen. Reihe 1 direkt vor Schmier. Wie geil war das denn!

Sagenhaft was Gitarrist Michael „Mike“ Sifringer mit seiner Klampfe veranstaltete. Seine Finger gingen flinker als die Flügelschläge eines Kolibris. Beeindruckend.

Beeindruckend auch was die 3-Mann-Combo ablieferte. Schmier ist dermaßen präsent. Einen Plek warf er dem Timser direkt in seinen Bierbecher – der Mehlmann, eine schöne Erinnerung.

Schlagzeuger Vaaver zerhämmerte bald sein Teil. Wörgl am Abdrehen. Einfach Destruction!

Andi meinte: „So jetzt können wir eigentlich gehen. Der Headliner war ja schon“

Nicht ganz, denn der sollte jetzt folgen.

Overkill – für mich ein Déjà-vu der ganz besonderen Art. Vor über 20 Jahren durfte ich sie das 1. mal erleben, damals noch in der Theaterfabrik Unterföhring.

Bobby „Blitz“ Ellsworth sprang wieder rum wie ein Aufziehmännel. Wo nimmt der alte Sack bloß die Energie her?

Gitarrist Derek Tailer direkt vor mir hatte so viel Spaß. Der zog seine ganz eigene Show ab.

Im Pit ging es jetzt ab ohne Ende. Mit Ellbogen und allem was man hatte galt es den Platz in der 1. Reihe zu verteidigen.

Die Herren spielten ein Set das wirklich nichts zu wünschen übrig ließ, allein 5 Lieder vom neuen Kracher-Album „Ironbound“. Mit „Elimination“ und „Fuck you“ endete ein unvergessenes Konzert.

Durchnässt und zufrieden machten wir uns auf dem Heimweg.

Thrashfest II war geil

Fotos

Setlist Overkill
*  The Green And Black
*  Rotten To The Core
*  Wrecking Crew
*  Infectious
*  Bring Me The Night
*  Bastard Nation
*  Hammerhead
*  Ironbound
*  Blood Money
*  Endless War
*  Hello From The Gutter
*  Give A Little
*  Necroshine
*  Old School
*  Deny The Cross
*  Elimination
*  Fuck You
Setlist Destruction
*  Curse the Gods
*  Mad Butcher
*  Armageddonizer
*  Tears of Blood
*  Thrash Till Death
*  D.E.V.O.L.U.T.I.O.N.
*  Bestial Invasion
*  Soul Collector
*  Hate Is My Fuel
*  Nailed To The Cross
*  The Butcher Strikes Back
Setlist Heathen
*  Dying Season
*  Control by Chaos
*  Arrows of Agony
*  No Stone Unturned
Veröffentlicht unter Musik | 3 Kommentare

Thrash Fest am 11.12.10 im Backstage in München

So… Mit etwas Verspätung hab ich mich jetzt doch entschlossen noch einen Bericht zu diesem supergeilen Abend zu schreiben. Angestachelt dazu wurde ich mehr oder weniger vom Cy aus dem Metal Only Forum der seinerseits einen, wenn auch kurzen vom Konzert in Köln verfasst hatte.😉

Glücklicherweise fiel das München-Konzert auf einen Samstag. Trotz „Motörhead/Doro“-Konzert am gleichen Tag im Zenith rechnete ich schwer mit ausverkauftem Haus.

Auch von uns sollten zumindest die üblichen Verdächtigen zugegen sein. Schon vor dem Backstage traf ich die Rosenheimer Andi und Sebastian und gesellte mich gleich zu ihnen in die Reihe zum Einlass. So machte ich gleich einige Meter und Leute gut.

Am Einlass heute wieder ordnungsgemäßer Abriss der Karte. Nicht mehr das früher ärgerliche „Zerfetzen“ der Tickets. Mich als Ticket-Messi freuts…

Andi und Sebastian machten sich gleich auf zum Merch-Stand. Ich zog es vor mich erst mal an der Garderobe und am Bierstand anzustellen. Jetzt waren schon ´ne Menge Leute da. Auf dem Weg zum Wursthaus traf ich den Sturmi. Kurzer Plausch, dann begab ich mich auch mal zum Merch-Stand. Es gab paar feine Sachen. Nur war heute für mich nichts im Budget drin.

Dort traf ich die Rosenheimer wieder und wir gingen zurück zum Sturmi. Der hatte einen guten Platz auf einen der begehrten Podesten ergattert. Teufel Harry war auch schon da. Vorn, direkt li. vor der Bühne erblickte ich Metalmaniac und die Dezbah und ich wusste das ich mich in der ersten Pause zu denen vorkämpfen würde.

Von dort schauten wir uns dann die erste Band “Suicidal Angels“ an. Pünktlich 19 Uhr begannen die Griechen und sofort war Bambule im Saal. Die Athener haben ja gerade ein neues (ihr 3.) Album raus gebracht und waren der perfekte Opener für diesen Abend. Die Spielzeit war mit 35 Minuten für sie natürlich nicht ganz befriedigend. Dennoch astreiner Gig.

So konnte es weiter gehen.

In den Pausen ging es zu wie Samstags im Augustinerzelt auf der Wiesn. Doch gesagt und getan. Irgendwie musste ich da vor zu den beiden anderen. Noch am Bierstand die nächste „Vase“ mitgenommen. Ich drängelte mich doch wirklich bis zu den 2 direkt vor der Bühne. Nur rotzfrech muss man sein.🙂

Mit dem Metalmaniac gleich ´nen Deal vereinbart, dass er nach „Death Angel“ und ich nach „Exodus“ den Bierholer mache.

Nun kamen „Death Angel“. Alter Falter, was die abzogen war vom Feinsten. Eines vorweg. Für mich die beste Band des Abends. Ihr Klampfer Rob Cavestany ist vorne rumgehüpft wie ein Gaskranker. Der hat mich voll beeindruckt …und spielen kann der!!! Sagenhaft! Saugeiler Auftritt.

Metalmaniac war an der Reihe sich zum Bierstand zu durchzukämpfen. Das Backstage platzte inzwischen aus allen Nähten. Athanasia sagte auch kurz Hallo.

The Next: „Exodus“: Rob Dukes sehr gut gelaunt forderte wieder einen Circle Pit nach den anderen. 10 Lieder gaben die Kalifornier zum besten, u.a. natürlich die Uralt-Klassiker „Bonded by Blood“, „A Lesson in Violence“ und „Strike of the Beast“ vom allerersten 85er-Album „Bonded by Blood“. Das hab ich damals schon gehört. Wo ist nur die Zeit hin?😦

Grandioser Auftritt der inoffiziellen Erfinder der Stilrichtung Thrash Metal. Kein geringerer als „Metallica“-Gitarrist Kirk Hammet gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Bay Area Thrasher aus San Fransisco.

Genau so viele Jahre auf dem Buckel wie „Exodus“ haben „Kreator“, die Headliner der diesjährigen Thrash Fest Tour. …und welchen Metaller nicht nur meiner Generation haben die nicht begleitet. Auch hier darf ich mich ein Hörer der ersten Stunde nennen. „Endless Pain“ (m)ein Meilenstein des Thrash Metal.

Auf der Bühne war eine Empore aufgebaut. Johnny Cash-Intro und ein Film auf einer Leinwand eröffneten den Auftritt der Essener. Eine Kreator-Best-Of-Setlist die (fast) keinen Song vermissen lies. Vom neuen „Hordes of Chaos“ bis zu ganz alten gings quer durch sämtliche Schaffenskraftzeiten der Band. Am Schluss schwang Mille wie immer die „Flag of Hate“. Mit „Tormentor“ endete ein Hammer-Konzert.

Fazit: Heute war überall wo Thrash drauf stand auch Thrash drin. Dieses Package hielt was es versprach. Top Münchner Publikum (von jung bis uralt war alles vertreten) und ein natürlich ausverkauftes Backstage!

Für mich heut die Besten „Death Angel“, ganz ganz knapp dahinter und auf einem Level „Kreator“ und Exodus“. Suicidal Angel Thrash Fest-würdig.

Thrash Metal lebt wieder und mehr denn je!

Fotos

Setlist Kreator
*  Violent Revolution
*  Hordes of Chaos (A Necrologue for the Elite)
*  Phobia
*  Terrible Certainty
*  Betrayer
*  Voices of the Dead
*  Enemy of God
*  Destroy What Destroys You
*  Amok Run
*  Endless Pain
*  People of the Lie
*  Pleasure to Kill
*  Coma of Souls
*  Encore:
*  Choir of the Damned
*  The Pestilence
*  Flag of Hate
*  Tormentor
Setlist Exodus
*  The Ballad of Leonard and Charles
*  Beyond the Pale
*  Iconoclasm
*  A Lesson In Violence
*  Blacklist
*  Bonded By Blood
*  War Is My Shepherd
*  The Toxic Waltz
*  Strike Of The Beast
*  Good Riddance
Setlist Death Angel
*  I Chose the Sky
*  Evil Priest
*  Buried Alive
*  Voracious Souls
*  Claws In So Deep
*  Seemingly Endless Time
*  Truce
*  River of Rapture
*  Thrown to the Wolves
Setlist Suicidal Angels
*  Reborn In Violence
*  Bleeding Holocaust
*  Dead Again
*  Violent Abuse
*  Beggar of scorn
*  ...Lies
*  Final Dawn
*  Apokathilosis
Veröffentlicht unter Musik | 2 Kommentare

Persistence Tour am 07.12.10 in der Filharmonie in Stuttgart

Nachdem frühzeitig klar war das die diesjährige Persistence Tour NICHT in München stattfinden würde (was ich bis heute nicht verstehe) war Stuttgart für uns noch am naheliegendsten. Also bei diesem Billing musste ich einfach dahin. „Blood for Blood“ nach 6 Jahren wieder auf der Bühne und dazu noch „D.R.I.“, die alten Crossover-Veteranen. „Sick of it All“ und „Unearth“ auch immer sehenswert. Also wurde der Termin lange vorher klar gemacht. Kochbua und Stefohn wollten mit von der Partie sein.
Gegen 15 Uhr machten der Kochbua und ich mich auf den Weg. Anfangs verlief die Fahrt auch problemlos. Es schiffte zwar die ganze Zeit, aber das sollte der guten Laune keinen Abbruch tun. Aus den Boxen hämmerte Stelzes Mp3-Mix. Am Aichelberg, gute 40 km vor dem Ziel dann Stau. Ich bekam schon Angst. Autobahn gesperrt? Da ging so gut wie gar nichts mehr voran. Man eierte eine Weile da rum. Dann löste sich das ganze doch glücklicherweise rechtzeitig auf. Gegen 18 Uhr waren wir dann vor der Filharmonie. Stefohn kam uns schon entgegen und meinte die Tickets wären ein Nikolaus-Geschenk. Doch darauf ließen wir uns gleich gar nicht ein.
Wir gingen rein in die Halle. Tja, was soll man zu dieser Filharmonie sagen? Einfach ein neumodischer, viel zu edler Tempel, eher für wirkliche Philharmoniker angemessen als für ein Hardcore-Konzert. Irgendwie kalt. Da lob ich mir doch unser urgemütliches Backstage. Dabei gibts in Stuttgart doch das ebenso gemütliche LKA. Wieviel da jetzt reingehen bzw. heute da waren kann man schlecht schätzen.
Wir gingen zu den Merch-Ständen. Jeder hatte so seine Vorstellungen was er sich heute leisten mag. Bei mir wurde es dann ein gelbes „D.R.I.“-Shirt. Kochbua holte sich das Persistence-Tourshirt und Stefohn ein „Sick of it All“. Eigentlich wollte ich mir noch den „Blood for Blood“-Klassiker mit dem Totenkopf holen. Aber dies gabs leider nicht in meiner Größe.
Wir holten uns ein Bierchen. Die Preise war doch relativ zivil. Am Stand wurde man gesiezt, ne Kochbua.🙂
Toiletten, Garderobe, Merch, Catering, alles war in einer Art Foyer auf 2 Etagen, sehr groß und weitläufig. Raucherbereich war auf einer Terrasse im Freien. Dort fror man sich aus Solidarität mit Stefohn gemeinsam den Arsch ab.
Der Konzertbereich selber war ein großer Saal, so breit wie lang und hoch. So richtig wohl hab ich mich da von Anfang an nicht gefühlt.
Vorne begannen dann „Casey Jones“. Die Musik war nicht schlecht, doch die Resonanz des Publikums bis auf ein paar Violence-Dancer nicht gerade berauschend. Die mühten sich da vorn ab und konnten einen beinah richtig leid tun.
Nicht anders ergings der nächsten Band „Cruel Hand“. Schöner dreckiger Oldschool-Hardcore, uns gefiel der wirklich gut. Der Funke sprang aber auch bei denen nicht auf die Leute über. Traurig. Konnte mir bis dato gar nichtvorstellen wie hier Stimmung in die Bude kommen soll.
In den Pausen gingen wir immer raus. Bier, Schiffen, Rauchen.
Die nächsten die es probierten etwas Bewegung in den Laden zu bringen waren „Evergreen Terrace“. Etwas voller war es jetzt wenigstens. Die hatte ich schon x-mal gesehen und mein Fall sind sie eh nicht. Wieso sind die eigentlich jedes Jahr wieder dabei (2007, 2009, 2010) ?? Kochbua langweilten die auch eher, Stefohn gefallen sie glaub ich sogar? Nicht mal bei ihren 2 bekannten Liedern war im Pit wesentlich mehr los. Konnte also nur besser werden.
Unser eigentlich erstes wirkliches Highlight waren „Unearth“. Ne Live-Granate erster Güte und eine von Stefohns Lieblings-Combos. Die waren auch wirklich gut. Nur das Publikum wieder nicht. Was für eine Beerdigung. Wenn man bedenkt wies bei denen im Backstage abgeht. Ohne Worte! Einfach nur trostlos.
Dann kamen „Blood for Blood“. Nach 6 Jahren wieder live auf der Bühne und für mich neben „D.R.I.“ das absolute Zugpferd der diesjährigen Persistence.
…und siehe da. Es geht doch. Der Pit jetzt auf einmal komplett am ausrasten, der blanke Abriß. Ich kannte jedes Lied und endlich steppte der Bär. Stefohn meinte: „Die sehen wir dieses Jahr nochmal“ (Full Force?). Na mal schauen. In Wacken wirst du sie wohl nicht sehen, Stefohn. Aber dort hast du ja Ozzy🙂
Schon dafür hatte sich die Fahrt gelohnt. Saugeil!
Nun kamen „D.R.I.“ und meine Befürchtungen wurden wahr. Der Saal jetzt ziemlich leer. 80er-Crossover-Thrash passt eben nicht zu Hardcore 2010. Für mich aber ein Deja-vu. Nach 20 Jahren endlich mal wieder „D.R.I.“ erleben. „Beneath the Wheel“, „Five Year Plan“ und andere alte Gassenhauer gaben sie zum besten. Musikalisch haben die alten Herren überhaupt nichts verlernt. Gibt es die doch inzwischen 28 Jahre! Dazu Kurt Brecht’s unverwechselbare Stimme. Für mich
bleiben sie Helden meiner Sturm- und Drangzeit. Bin ja quasi mit denen „aufgewachsen“.
An der schwachen Resonanz erkennt man das man wohl inzwischen alt geworden ist, ein Überbleibsel aus der guten, alten Zeit…
Headliner „Sick of it All“, dazu muss man nicht viel sagen. Der Saal jetzt wieder rappelvoll und sofort Stimmung. Frontmann Lou versteht es wie kein zweiter die Massen anzuheizen. 1A-Oldschool-HC, auf die New Yorker ist Verlass. Gitarrist und Lou’s Bruder Pete stand wieder keine Sekunde still. Der Typ ist einfach ein Flummi. Immer wieder beeindruckend sein 360°-Sprung. Wer den kennt weiß wovon ich rede.
Zum Schluß die obligatorische Wall of Death bei „Scratch the Surface“ und das Entern der Bühne von dutzenden Hardcore-Jüngern.

Damit ging eine wieder geile Persistence Tour zu Ende.

Schnell war man wieder auf der Autobahn und gegen 2 Uhr zu Hause.

Fazit: Die Fahrt ins Schwabenland hat sich doch allemal gelohnt.
MEINE Top 4: „Sick of it All“, „Blood for Blood“, „D.R.I.“, „Unearth“
+Bands, Sound, Catering, ET & BfB inmitten der Fans
-Location, kurze Spielzeiten, teilweise Stuttgarter Publikum

Die Persistence Tour gehört auch nach München. Wollen wir hoffen das sie nächstes Jahr wieder da stattfindet.

Fotos


Veröffentlicht unter Musik | 5 Kommentare

Amorphis, Orphaned Land, Ghost Brigade am 23.11.10 im Backstage

Konzerte in der Woche sind ja immer so eine Sache, aber bei „Amorphis“ gibt es bei mir natürlich kein Überlegen.
Kurz vor 7 stieg ich in meine Kiste und fuhr in meinen Lieblingsschuppen. Ziemlich zügig durch den Münchner Berufsverkehr gekämpft, hab ich auch noch einen der letzten Plätze auf dem Parkplatz bekommen.
Am Backstage herrschte reges Treiben. Spielten doch heute in der Halle auch noch die Alt-Metaller „Pretty Maids“.
Immer wieder Überraschungen in Sachen Eingang, so war der diesmal ganz woanders. Man hatte links so eine Art Schleuse angelegt. Die „Ordnungsgruppe“ riss die Karte sogar mal vorbildlich am dafür vorgesehenen Abriß ab. Gab wohl Beschwerden??
Gleich am Eingang die ersten bekannten Gesichter. Flyer-Michi & Flyer-Sturmi drückten mir auch jeder gleich ein ganzes Bündel davon in die Hände.
Ich dachte heute steh ich, zumindest bis das Connielein erscheint und die anderen fertig geflyert haben alleine da. Aber nix da. Vor dem Merch-Stand fingen mich auf einmal der Metriese (Ignis Fatuu) und seine holde Maid ab. Das war eine Überraschung. Sie waren extra aus Nürnberg angereist da sie ein riesen Amorphis-Fan ist.
Der Metriese plauderte bissl was aus dem Nähkästchen in Sachen Ignis Fatuu. Demnächst wird es ein neues Album geben. Auch sagte er das sie sich jetzt bei den fränkischen Burgenfestivals in der sogenannten „Rotation“ befinden. Das heißt ein Jahr auf dem „Feuertanz“, nächstes Jahr dann „Schloßhof“ und das Jahr drauf auf dem „Veldensteiner“. Freut mich für die Truppe das sie das geschafft haben.
Man leerte ein paar Bier. Inzwischen traf noch die Martina ein. Die hatte auch nix rausgelassen das sie heute kommen würde.
Vorn begannen alsbald „Ghost Brigade“ aus Finnland. Die haben wir uns von hinten angeschaut. Ich fand sie ganz gut, gingen für mich so in die Richtung „End of Green“. Sie verstanden auf jeden Fall ihr Handwerk. Der Sänger klang teilweise wie Kurt Cobain. Nicht schlecht für den Anfang.
Wir gingen jetzt direkt links vor die Bühne. „Orphaned Land“ – Israel-Metal im Backstage, und das zu Zeiten von Terrorangst in Deutschland. Kurzzeitig machte ich mir da schon so meine Gedanken wie es denn wäre wenn sich der weiße Leinenumhang des Sängers in blutrot färben würde und wieviele Unschuldige denn hier so im Saal wären!!! Na ja, hab das dann ganz schnell verdrängt.
Der Sänger sah aus wie Jesus und sagte später auch: „Munich, i´m not Jesus“. Die Musik mal ganz was anderes, für mich eher gewöhnungsbedürftig. Wie nennt man das? Orientalisch-Folk-Death-Metal? Für mich klang es wie Ian Anderson auf dem Basar (Anm. d. Red.: Frontmann von Jethro Tull).🙂
Teils ziemlich death-lastig, doch der Gesang erinnerte manchmal doch stark an einen Tempel in Jerusalem. Nicht so mein Fall, aber immerhin ziemlich einmalig oder zumindest mit hohem Wiedererkennungswert. Kann man sich mal anschauen.
Inzwischen waren auch Connie und kurz danach ihr bester Kumpel Lön mit Weiblein aufgetaucht. Auch die ist riesiger Amorhis-Fan und das Connielein sowieso.
Das Backstage war für einen Dienstag wieder gut gefüllt. Beim Amorphis-Konzert Freitags vor gut einem Jahr waren es auch nicht mehr.
Was soll man sagen? Amorphis halt. Es war wieder grandios was die ablieferten. Ein Hit jagte den nächsten. Die Setlist ließ in nichts zu wünschen übrig. Hat sich ja zum letzten Jahr nicht wesentlich verändert und ich wußte ja schon ungefähr was kommt. Die Stimmung war spitzenmäßig vom ersten Ton an. Nach „Black Winter Day“ wusste man das es sich so langsam dem Ende zuneigt. Ein geiles Konzert was viel zu schnell vorbei war.

Dann noch draußen mit allen möglichen Leuten gelabert. Connie wollte noch feiern und ALLE sollten mit zu ihr kommen.🙂
Da wir aber alle früh raus mußten wurde daraus wohl nichts.
Das Connielein noch nach Hause gebracht und mit Sturmi ab ins Outback. Gegen halb 1 lag ich in der Falle.

Fazit: Amorphis für mich wie immer ein Muss. Mehr braucht man dazu nicht zu sagen.
Bei uns wieder coole Leute anwesend. Hat Spaß gemacht.

Heilbronx-Stefohn schaut sich das ganze ja heute in der RoFa in Ludwigsburg an. Bin schon mal auf sein Resümee gespannt.😉

Fotos


Veröffentlicht unter Musik | 3 Kommentare

Hackneyed, Undertow, Dust Bolt am 30.10.10 im Backstage

Test Test Test…
So… Dieser Bericht dient sozusagen zur WordPress-Entjungferung.😉
Samstag entschloss ich mich kurzfristig der „Burn to Ashes Tour 2010″(Hackneyed, Undertow, Dust Bolt) im Backstage Club beizuwohnen. Ich hatte keine Ahnung wie groß der Zulauf sein würde und der Teufel und der Sturmi auch schon eine Karte. In München weiß man ja nie und darum ging ich auf Nummer sicher und machte mich bei Zeiten auf den Weg. Reichlich vor Einlass war ich schon vorm Backstage. Dort war heute Flohmarkt und ziemlich viel los. Paar Metalheads standen auch schon rum.
Teufel kam alsbald und es dauerte nicht lange und man konnte auch rein. Der Club ist ne geile Location und wie sich im Laufe des Abends herausstellte genau die richtige Wahl für dieses Konzert.
Später kam noch Sturmi und „Metal Only„-Duke-Freundin Dezbah.
Für 7€ erstand ich mir ein Hackneyed-Shirt (Death Prevails). Das ganze Konzert gabs für knapp über nen 10er. Das nenn ich mal preiswert.
Opener waren Dust Bolt. Da sieht man mal wieder wie man sich in einer Band irren kann. Vor knapp einem Jahr als „Die Letzten“ beim Support für Napalm Death von mir noch mehr oder weniger ignoriert (Man soff lieber Maß im Gleisbett^^). Vor kurzen dann haben die Jungs mich beim Support für Sepultura schon beeindruckt. Diesmal wußte ich ja zum Glück was mich erwartet.
…und ich wurde nicht enttäuscht. Schöner Bay Area Thrash, die momentane unbestrittene neue Thrash-Welle kommt ihnen sicher entgegen. Die Jungs sind wirklich gut und gehen nicht umsonst im Dezember wieder mit namhaften Bands wie Six Feet Under & Disbelief auf eine kurze Christmas-Tour.
Draußen konnte man dann noch entspannt mit denen quatschen und das ein oder andere Foto schießen. Sturmi kennt die wohl persönlich („Bavarian Battle“ Vereinsband blabla^^). Zur Feile hat er sich bloß gemacht als er ewig kein Foto hinbrachte. Die Jungs harrten geduldig aus und lachten bloß. Tipp: Vorm Fotofieren sollte man vom Filmen-Modus in den Knips-Modus gehen.😉🙂
Die nächste Band war Undertow. Die hatte ich, obwohl es sie schon 17 Jahre gibt, noch nie gesehen und war gespannt. Das Trio aus BaWü. spielt ebenfalls feinsten Thrash. Ihr letztes Album wurde im Rock Hard (01/10) zum Album des Monats gekürt und auch im Metal Hammer (02/10) schoss es auf einen sensationellen dritten Platz in den Soundcheck! Sie verstehen also ihr Handwerk und wußten auch mir heute zu gefallen.
Der Club war inzwischen gut gefüllt und Stimmung 1a.
In den Pausen war man draußen. Man quatschte auch mal länger mit Phil (Vocals) und Tim (Drums) von Hackneyed. Dabei gab es auch Interessantes in Sachen Nuclear Blast zu erfahren.😉
Die Jungs (und das Mädel) sind noch so blutjung (16-18!!!) und hauen einen dermaßen spitzenmäßigen Death Metal um die Ohren das es nur so scheppert. Die haben in ihren jungen Jahren jetzt schon auf Rock Harz, Summer Breeze, Wacken und dem With Full Force gespielt! Was für ein Live-Brett kann man da nur sagen. Sehr beeindruckend!!! Ich kann die nur empfehlen.
Nach dem Konzert noch eine super After-Show-Halloween-Freak-Out-Party erlebt. Dust Bolt und Hackneyed schwirrten die ganze Zeit mit dort rum und feierten auch. Die „verrückte“ Athanasia kennengelernt und ne schöne Party bis in die frühen Morgenstunden gefeiert.
Eigentlich wollte ich ja mit der letzten S2 (Lumpensammler 2:30 Uhr) fahren. Ich war auch schon am Bahnhof. Aber durch die Zeitumstellung kam die irgendwie nicht! So blieb mir nichts anderes übrig als bis zur ersten SBahn weiter zu feiern.🙂
Überall cool verkleidete, blutige Grusel-Gestalten🙂 Connies WG-Mitbewohner Norman lief uns auch noch mehrmals über den Weg.

Fazit: Das hat sich auf jeden Fall wieder gelohnt. Ein megageiler Abend.
3 Top-Bands, für mich in der Reihenfolge: 1 Hackneyed, 2 Dust Bolt, 3 Undertow.

Fotos

Veröffentlicht unter Musik | 4 Kommentare

Sepultura, Dust Bolt, Second Relation am 28.07.10 im Backstage

Wer kann der kann … und das Backstage kann wohl. Eine Legende der Metalszene einfach mal so für lau zu Gast im Werk und alle kamen. Aber der Reihe nach:Zur rechten Zeit mal ´ne Mail an sämtliche Leute verteilt und das Ding klar gemacht. Heute lieber etwas früher starten dachte ich mir. Den Sturmi abgeholt und wie üblich in den Stau auf den Ring gestellt. Ca. 18.30 Uhr dann doch schon am Backstage. Sturmi wurde schon am Eingang wieder von einigen Bekannten aufgehalten. Teufel war auch schon im Anmarsch und Leiche war schon hinten beim ersten Biere. Gleich erst mal ne günstige Mass in den Hals gestellt und etwas gefachsimpelt.Als nächster trudelte olle Renker ein. Nachdem mehrere große und kleine Biers geleert waren wollte man doch mal nach dem rechten sehen. Es waren schon ne Menge Leute da. Obwohl dieser Termin nicht offiziell auf der Backstage-Seite unter den Konzert-Terminen stand (nur „versteckt“ unter Free & Easy Festival) war die Mundpropaganda wohl immens.Überall traf irgendwer von uns Leute und es ging nur schleppend voran. Der HC-Opa kam uns auch ganz zufällig entgegen. Irgendwie konnte ich mir denken das der auftaucht😉Dann rein ins Werk. Dort war es jetzt schon ziemlich voll.Erste Bands des Abends war „Second Relation“. Wir platzierten uns beim Mischpult und in dem Schuppen war es jetzt schon schweineheiß. Die Band vorne erinnerte mich etwas an Opeth, aber auch nur etwas. Es war eher Opeth Light. Nach 3 Liedern zog es uns wieder nach draußen. Auch dort waren jetzt schon Massen ohne Ende. Konnte mir zwar denken das es heute voll wird aber mit diesem Andrang hat wohl keiner gerechnet. Ich ging mal ne Runde um nach paar Leuten zu schauen. Dort traf ich dann Metalmaniac mit weiblicher Begleitung, kurz darauf den Krücke und wieder kurze Zeit später Fraindl & Laura. Kam mir schon vor wie der Sturmi der immer 100 Leute kennt.Schon wieder klopfte mir jemand auf die Schulter. Da war auch noch der Chris.Dann bin ich mit Leiche rein. Wollte ja nicht vor verschlossenen Türen stehen. Sturmi war schon ganz vorne am Graben. Wir kämpften uns durch und standen links auf der Treppe vor der Bühne.Nun kamen „Dust Bolt“. Die Jungs waren eine positive Überraschung für mich. Oldschool-Thrash-Metal vom allerfeinsten flog uns um die Ohren. Von den jungen Burschen aus Landsberg wird man noch einiges hören. Da bin ich mir sicher. Die gingen auch voll ab. Vor so viel Leuten hatten die sicher noch nicht gespielt. Sie durften sogar noch eine Zugabe spielen. Klasse.Sturmi kämpfte sich noch mal raus. Wir zogen es vor auf unseren guten Plätzen zu bleiben, auch wenn die Hitze jetzt schon lästig war.Sturmi kam wieder rein und wir durften an seinem Bier nippen. Ist schon geil wenn einem der Schweiß schon in die Mus-Rinne läuft🙂 Er meinte: Hier vorne ist es leerer wie hinten und draußen. Heftig!Dann war es soweit. SEPULTURA! Auch ohne Max Cavalera sind die live eine Granate. Kürzlich beim Metalfest Austria Open Air gehörten sie für mich schon zu den Highlights. Der Saal war sofort am ausrasten. Hut ab vor den Kranken im Pit. Ich hab schon getrieft ohne mich zu bewegen. 25jähriges Jubiläum feiern die nun auch schon. Wo ist nur die Zeit geblieben?Sie spielten wirklich alle Hits. Auffällig viele junge Mädels im Publikum, wahrscheinlich waren auch alle Münchner Brasilianerinnen anwesend. Ich hab auf jeden Fall einige Latina-Samba-Hasen in Zivil gesehen. *gier*Front-Hühne Derrick Leon Green verblüffte mit seinen durchaus guten Ansagen in Deutsch! Überhaupt hatten die Jungs viel Spaß.Green: „This is one of the best fucking Shows on this Tour“ & You destroy all the Citys. Thank you München. We love this Place“.Und dies war mit Sicherheit nicht das Das-Sagen-Wir-In-Jeder-Stadt-Geschleime. Einzigartig… So voll hab ich das Backstage noch nie erlebt.Mit der 2. Zugabe „Roots Bloody Roots“ endete eine lange und perfekte Setlist. Die Leute waren fertig aber befriedigt. Ich war klitschnass, durch bis auf die Haut. Endlich raus aus der Sauna, endlich Frischluft. Draußen nur noch den Metalmaniac und Anhang und eine von den Zwillingen (Lea oder Teresa, weiß ich jetzt nicht genau) getroffen. Noch kurz gequatscht, dann gings nach Hause. Schließlich bimmelte um 5 Uhr wieder der Wecker. Leiche und Sturmi noch nach Hause gebracht und 1 Uhr ins Bett gestiegen. Fazit: Das hat sich auf jeden Fall gelohnt.Dust Bolt – eine junge aufstrebende Thrash-Band der die Zukunft gehört.Gut gelaunter Top Headliner SEPULTURA! Schön sie mal aus 5m zu sehen.Ein für mich noch nie da gewesenes proppevolles, wirklich aus allen Nähten platzendes Backstage Werk.Die meisten anwesenden bekannten Leute bei dem Chaos leider nur kurz gesehen.Bis zum nächsten Mal…


Veröffentlicht unter Musik | 3 Kommentare

Metalfest Open Air Austria 2010 am 12.05. – 15.05. in Mining am Inn

So, hier mal mein Nachbericht zum Metalfest Austria. Die Karte hat der Stelze ja von seinen lieben Freunden zum Geburtstag bekommen. Danke nochmal. Geile Idee, wem das wohl eingefallen ist.😉 Freute mich schon lange auf das Metalfest, denn ein Mörder-Billing sollte uns erwarten.Mittwoch Mittag den Sturmi & die Mischaaa eingepackt und los ging’s gen Ösiland. Problemlos und nach nicht allzu langer Fahrt erreichten wir Mining am Inn (ca. 150 km). Flugs durch den Eingangsbereich und schon war man auf dem Gelände. Keine Kontrollen! Man hätte Atomwaffen rein schmuggeln können. Dort trafen wir uns dann wie ausgemacht mit unseren Rosenheimer Spezl’n Andi und Sebastian. Die Zelte waren fix aufgebaut. Der Pavillon stand auch schon. Man konnte das erste 5,0 aufmachen. Das Wetter war durchwachsen, aber es regnete nicht. Nach den Horrormeldungen sämtlicher Wetterberichte für die nächsten Tage schwante uns nichts Gutes. Dann gingen wir die Festival-Bändchen holen. Die Mischaaa hatte riesen Glück und fand ein nicht entwertetes Ticket. Der Arme der es verloren hat… Sie verklingelte es später am Eingang für 60€!Beim zurücklaufen rief auf einmal jemand nach uns. Katrinchen und Mogli waren das. Sie hatten auch schon aufgebaut, schnappten ihre Stühle und kamen erstmal mit zu uns. „Zuuuustand“ (Vorglühen oder so…).Heute stand die Napalm Records Labelnight mit 6 Bands an, also Warm-Up Tag im Partytent (ein Zirkuszelt für 2000 Leute). Wir waren ab „Svartsot“ vor Ort und sahen dann alle Bands …mehr oder weniger. Das lecker Ottakringer lief schon sehr gut und so war der erste Tag, wie eigentlich immer bei mir (zumindest vom Zustand her) mein alkoholintensivster Tag. Die nächsten Tage vertrag ich dann immer Unmengen.😉 Man feierte gut ab während man sich noch „Van Canto“, „Tyr“ und „Saltatio Mortis“ ansah. Wir waren schon ’ne Menge Leute. Auch „Teufel“ Harry und sein Kumpel Krücke waren zugegen. Es wurde reichlich gebechert. Später ging’s noch im Camp weiter. Diverse Getränke, u.a. 7 Liter Met wurden vernichtet. Ich war dann ganz schnell müde und schlief etwas im Stuhl.🙂 War dann auch der erste der sich ins Zelt verdünnisierte. Die anderen haben fast durchgemacht. Fraindl & sein Spezl Ralf sind später noch zu unserem „Camp“ hinzugestoßen. Früh raus aus den Federn und siehe da es regnete immer noch nicht… Fein. Geschlafen hatte ich ganz gut. Ich war dann auch ziemlich motiviert und wollte bei den Grindcore/Death Metallern von „Benighted“ gegen 11 vor der Bühne stehen. Sturmi begleitete mich und wir sollten es nicht bereuen. Die Franzosen, besonders ihr Bassist Eric Lombard lieferten eine geile Show ab. Erst sprang er vor die Bühne und spielte da weiter. Dann ging er mitten rein in die Fans und klimperte dort weiter. War sehr geil. Später lief uns noch Frontmann Julien Truchan über den Weg und wir machten ein paar Fotos mit ihm. Danach kamen „Powerwolf“. Gesehen hatte ich sie schon oft und heute endlich mal ganz nüchtern. Naja, haben zwar paar ganz gute Mitsing-Hymnen, aber mein Fall sind sie einfach nicht. Nun kamen die Viking-Metaller „Månegarm“. Bis dahin noch nie gesehen und deshalb interessant. Das ist aber definitiv Sturmi-Musik. Für mich eher unter dem Motto: „Kann man sich mal anschauen, mehr aber nicht“. Später stand ihr Geiger Jan Liljekvist während „Corvus Corax“ im Publikum. Man smalltalkte ein bisschen und schoss auch ein paar Fotos mit ihm. „Corvus Corax“ gefielen mir diesmal recht gut. Auf jeden Fall weit aus besser als auf dem Feuertanz Festival 2009. Als nächstes kamen „Shining“. Naja, typischer Black Metal halt. Diese werden ja momentan ziemlich gehypt. Keiner weiß warum. Das erste Highlight waren für mich „Death Angel“. Oldschool-Thrash Metal vom allerfeinsten. *Daumen und Pommesgabel hoch* \m/ Gespannt war ich auch auf die „Grailknights“. Ich kenne ja ihren Ex-Drummer und meinen Metal Only-Lieblings-Mod Duke und wollte sie schon immer mal sehen. Sind sie doch im Westen Deutschlands weit aus bekannter und füllen dort große Hallen. Ihr Auftritt hat mir dann auch sehr gut gefallen. Irgendwann kam dann Andi zu mir und sagte: „Es ist was Schlimmes passiert“. Ich dachte schon sonst was, Auto Schrott oder so… Er erzählte, dass so ein Held mit Anlauf in mein Zelt gesprungen sei. Dann wollte dieser Volldepp-Suffkie flinken Fußes davon. Andi hinterher, abgekürzt und der Typ ist voll in seine Faust gelaufen. Dieser hat dann fast geheult und Andi hat ihm 30€ für mein Zelt abgeknöpft. Zum Glück waren die am Zelt, sonst wer der noch ungestraft davon gekommen. Warum gibt’s bloß solche Idioten? Zelt natürlich kaputt (Zeltstange gebrochen und Loch). Die haben es notdürftig geflickt, aber reingeregnet hat’s trotzdem. Danke Andi, dass du den Penner erwischt hast. Nun musste ich die restlichen 2 Nächte wohl oder übel im Auto pennen.😦 Zurück zu den Bands. Das nächste Highlight folgte sogleich: „Sepultura“ Pünktlich zu ihren Gig begann es zu schiffen. Das tat der Stimmung jedoch keinen Abbruch und es ging mächtig ab. Sehr geiler Auftritt, hat mich voll überzeugt. Sie sind im Juli zum „Free & Easy“ im „Backstage“ Pflichttermin. „Urgehal“ nahm ich so nebenbei mit. Black Metal-Gedöns halt.😉 Aufzufallen versucht man meist über martialisches Aussehen um wohl von der scheiß Musik abzulenken.🙂 Wobei ich sagen muss das mir Melodic-BM ala Dimmu Borgir, Naglfar oder Dark Fortress schon taugt.Das war bei „Six Feet Under“ anders. Denn dem Death Metal bin ich schon sehr zugetan. War zwar erst paar Tage vorher bei ihnen zum Konzert, aber leider an dem Tag ein Alkohol-Opfer meiner selbst.🙂 Traf sich also gut das ich sie hier gleich nochmal erleben konnte. Dann noch „Decapitated“, „Behemoth“ und „Alestorm“ gesehen. Rissen mich alle drei nicht vom Hocker. Bei letzteren ist zu erwähnen, dass unsere Lieblings-Fotografin Aune mit auf der Bühne war und kräftig mitträllerte und -hüpfte. Sehr geil. Sturmi hat’s leider verpasst. Nun war Zeit für den ersten Headliner, Weltpremiere der „Twilights Of The Gods“, einer aus verschiedenen Musikern (Alan Nemtheanga(Primordial), Frode (Einherjer), Nick Barker (Dimmu Borgir, Cradle Of Filth), Blasphemer (Mayhem), Patrik Lindgren (Thyrfing) zusammengewürfelten Bathory-Tribute-Band. Meine Erwartungen waren als großer Bathory-Fan sehr hoch. Leider konnten sie diese nicht erfüllen. Die Klassiker der ersten Alben fehlten gänzlich. Schade. Sänger Alan betonte mehrfach: „We are not Bathory. We are a Tribute-Band“. Und der Gesang klang eben nach Primordial und nicht Bathory. Zum Abschluss diesen Tages gings noch ins Party-Zelt in die 1. Reihe zu „Riger“, unsere Lieblings-Gitarristin Nicola kucken. Diese sowie der Rest der Band spielten ihr Repertoire ziemlich emotionslos runter. Danach noch bissl Aftershow-Party und da nirgendwo mehr jemand wach war ab zum pennen, diesmal im Auto. Es schiffte immer noch!Früh erwacht und es regnete. Das konnte ja heiter werden. Die Schlammschlacht war vorprogrammiert. Irgendwann Mittag hörte es dann zum Glück auf. Zu „Parkway Drive“ wollte ich auf dem Gelände sein. Die schlimmen Befürchtungen wurden bestätigt, Schlamm ohne Ende. Die Leute im Pit sahen aus wie die Schweine.  „Parkway Drive“ kamen gleich in Unterhosen auf die Bühne.🙂 Cooler Auftritt und diesmal nicht wie auf dem letzten Full Force verpasst. Dann Mascha und ihre Pagan/Folk-Metaller „Arkona“ auf der kleinen Bühne und die Power-Thrasher „Nevermore“ auf der Mainstage. Beides nicht schlecht. Nevermore-Sänger Warrel Dane liegen aber einfach die Balladen. Da ist er fast unschlagbar. Weiter ging es mit den Griechen von „Rotting Christ“ (unter: ferner liefen), „Korpiklaani“ (muss ich nichts dazu sagen, kennt jeder) und „Despised Icon“. Letztere waren ziemlich angepisst weil der Funke nicht so übersprang. Eben das falsche Festival für Deathcore-Bands. Mir haben sie aber ganz gut gefallen. Oberhammer dieses Tages waren „Legion Of The Damned“. Die Holländer legten ein beeindruckendes Thrash-Feuerwerk (im wahrsten Sinne des Wortes) der Extraklasse hin. Da waren sich alle einig. Auch wenn ich sie schon sehr oft gesehen habe. Das war megageil. Immer wieder gern. „Dornenreich“ nicht mein (und wohl kaum einem sein) Fall verfolgte man eher aus der Ferne. Headliner Tag 2 waren „Bolt Thrower“ …Und dies mehr als zu Recht. Was für ein Brett! Was für ein Glück diese Band die immer nur ein Festival pro Jahr in Deutschland spielen, sehen zu dürfen. Danke nach Coventry das sie diesmal das Metalfest gewählt haben. Abschluss wieder im Zelt. Dort sah man noch „Winds Of Plague“ und war schwer begeistert von dieser mörderischen Deathcore-Walze. Frontmann Jonathan „Johnny Plague“ Cooke zog eine geile Show ab. Der muskelbepackte Maskenmann stand keinen Moment still. Er bestieg auch gleich mal einen der Zeltpfeiler und sang von dort oben weiter. Hat auch dem Sturmi gefallen. Der letzte Tag sollte eigentlich mit „Vader“ eröffnet werden. Leider verpasste ich die Polen komplett, weil ich da noch in einer langen Schlange vor dem „Wursthaus“ stand. Zu „Sadist“ war ich aber vor Ort. Der Name klingt viel versprechender als es die Band ist. Immerhin Fraindl fand sie ausgesprochen gut. Die holländischen Symphonic-Metaller „Epica“ wussten nicht nur optisch zu gefallen. Der Hingucker des ganzen Festivals: Die rothaarige Front-Schnecke Simone Simons… Was für ein Feger!!! „Mystic Prophecy“, Power Metal aus Deutschland, „Heidevolk“, Folk/Pagan Metal aus Holland und „Caliban“, deutscher Metalcore waren die nächsten Bands. Dafür, dass auch „Caliban“ da eher nicht hin passen war ganz gut was los. Mehrere Circle Pits und eine größere Wall of Death wurden zelebriert. Haben sich recht gut verkauft, die Jungs aus dem Pott. Es folgten „Varg“, Pagan/Viking Metal aus Coburg und im Süden schwer angesagt. Dementsprechend ging’s vor der kleinen Bühne auch zu. Naja, die Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Ihr neuerdings obligatorischer Anti-Nazi-Spruch kam auch wieder. Man muss sich wohl ins „rechte“ Licht rücken. Was für ein Wortspiel.😉 „The Alliance Of Pagan“ nennt sich die groß angekündigte Special Show von Finntroll/Eluveitie. Beide Bands komplett oder in gemischten Formationen spielten ihre Hits. Leider hat Chrigels Mikro da extrem gesponnen. Aber ansonsten haben Finnuveitie und Elutroll richtig Spass gemacht. „Marduk“ auf der kleinen Bühne hab ich auch schon besser gesehen. Dann kamen sie endlich. „Testament“, die Bay Area Thrasher der ersten Stunde aus San Fransisco. Lange hat es gedauert, dass ich die mal wieder sehen konnte. Und was soll ich sagen. Das Beste kommt zum Schluss! Wirklich hammergeiler Auftritt. Wow!!! Der Ausklang des Festivals waren dann band-mäßig „Visions Of Atlantis“ und „Hellsaw“ im Zelt… Sturmi hatte dann noch so richtig Glück. Hatte sein Videokamera im Zen-Dome verloren. Doch schon ein paar Minuten nachdem er es bemerkt hat hatte sie der ehrliche Finder abgegeben. Sowas soll’s noch geben. Fazit: Kleines, aber feines (ca. 3000 Leute?) & top besetztes Festival (Die Mischung machts). Leider etwas zu kalt, verregnet und schlammig. Freundliches Personal. Die Ösis haben es ganz gut im Griff gehabt. Super Idee: Die hübschen Mädels, die vormittags mit Kaffee über den Zeltplatz gezogen sind. Durften sich auch schon mal an unserem Grill aufwärmen.😉 Der Sound von Exraklasse bis grottig stümperhaft. Coole Leute am Start. 2 Festival-Shirts musste ich einfach mitnehmen. Konnte mich nicht für eins entscheiden. Hab ich eben beide genommen. Meine Top 5 Bands (von 41 gesehenen!!!): Testament, Bolt Thrower, Legion Of The Damned, Sepultura, Death Angel (ziemlich thrash-lastig, aber das ist Zufall).

Veröffentlicht unter Musik | 3 Kommentare